Veränderung gibt es immer. Ob es dir gefällt oder nicht.
Sobald du mitten im Erwachsenenleben zum ersten Mal ernsthaft ins Stocken gerätst und beginnst, deine Probleme endlich auch praktisch zu lösen, wirst du möglicherweise feststellen, dass einige Menschen in deinem Umfeld von den veränderten „Spielregeln“, die auch sie betreffen, alles andere als begeistert sind.
Je unbequemer ihr Leben durch deine Veränderung wird, desto kreativer versuchen sie, dich wieder auf den vermeintlich richtigen, altbekannten Weg zurückzuführen.
Sie können erstaunlich viel Energie mobilisieren, um dir vor Augen zu führen, wen oder was du verlieren könntest, wenn du dich ein wenig oder deutlich von ihnen entfernst. Oft ist es mehr Energie, als sie in ihre eigene Selbstständigkeit oder in die Verbesserung ihres eigenen Lebens investieren würden.
Wenn du dieses Phänomen erlebst, kann es passieren, dass du an einen Wendepunkt gelangst und ins Grübeln kommst: Vielleicht solltest du diesen ganzen Selbstfindungsquatsch und das Andersmachen lieber aufgeben und einfach abwarten, bis sich die Situation von selbst wieder zurückverändert oder die Panik, die Krise oder die Hysterie abklingt.
Wenn du aufgibst, wird sich deine Situation früher oder später mit Sicherheit verändern. Dein Problem wechselt jedoch lediglich den Ort.
Ein ungelöstes Problem ist hungrig, anpassungsfähig und kennt nicht die geringste Spur von Lampenfieber. Je größer es wird, desto leichter und großflächiger nistet es sich ein. Dort sorgt es so lange für Aufruhr, bis es die Aufmerksamkeit und die Lösung erhält, die ihm zustehen.

